Altersbeschränkungen bei Computerspielen
In Deutschland unterliegen verschiedene Medien einer mehrstufigen Altersbeschränkung. Film und Fernsehen sowie Online-Medien unterliegen noch immer der freiwilligen Selbstkontrolle. Die Altersbeschränkung bei Computerspielen unterliegt der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Seit 2003 sind die Altersbeschränkungen von Computerspielen allerdings keine Empfehlungen mehr, sondern geltend verpflichtend. Sie müssen in Deutschland deutlich auf dem Datenträger und der Verpackung mit ihrer jeweiligen Altersbeschränkung gekennzeichnet. Die Freigabe von Computerspielen erfolgt in fünf Stufen. Demnach werden Computerspiele ohne Altersbeschränkung, ab 6 Jahren, ab 12 Jahren, ab 16 Jahren und ohne Jugendfreigabe ab 18 Jahren freigegeben.
Hier ein Bespiel des Uncut Games Resident Evil:

Die Altersbeschränkung für den Kauf und die Nutzung von ungeschnittenen Spielen, als den Uncut Games, wie hier einige aufgezeigt, liegt in Deutschland grundsätzlich bei 18 Jahren. In Deutschland werden häufig von einem Spiel zum einen die geschnittene Version, die eine niedrigere Altersbeschränkung trägt, und eine ungeschnittene Version mit höherer Altersbeschränkung freigegeben. Viele Hersteller programmieren speziell für den deutschen Spielemarkt geschnittene Versionen ihrer Spiele, um die deutsche Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) zu umgehen. Die Änderungen an den ursprünglichen Versionen können sowohl die komplette Änderung der Hintergrundgeschichte als auch die Entfernung einzelner gewalttätiger oder gewaltverherrlichender Spielabschnitte beinhalten. Die Darstellung von Leiden in menschenunwürdiger Weise und Kriegsverherrlichung kann bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) zum Verbot eines Spieles auf dem deutschen Markt führen.
Die gesetzlich vorgeschriebenen Altersbeschränkungen für Computerspiele im Allgemeinen und Uncut Games im Speziellen gelten insbesondere bei jugendlichen deutschen Nutzern als umstritten. Diese versuchen häufig, solche Altersbeschränkungen zu umgehen, indem sie Computerspiele im Ausland beziehen. Gegensätzlich dazu stehen Hersteller von Uncut Games, die auf dem deutschen Markt zunehmend geschnittene Versionen ihrer Spiele anbieten, in der Kritik, da sie ursprünglich speziell für erwachsene Nutzer konzipierte Spiele jugendlichen Märkten zugänglich machen.
Uncut Games dürfen öffentlich beworben und ausgestellt werden, ihr Verkauf erfolt jedoch erst ab Vorlage eines Altersnachweises. Versandhandel, die keine sichere Altersüberprüfung gewährleisten können, so dass der Verkauf von Uncut Games an Kinder und Jugendliche nicht ausgeschlossen werden kann, sind vom Verkauf dieser Spiele in Deutschland ausgeschlossen.